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Am 23. Januar 2021 findet der Schnuppertag in den Ateliers an der Steinbruchstrasse 16 in Chur von den Kunsttherapeutinnen Ruth-Nunzia Preisig, Sara Adzayi-Nussio und Karin Rüegsegger statt. !VERSCHOBEN AUF DEN 8. MAI 2021!
Unter Beachtung der momentanen vorgegebenen Schutzmassnahmen des BAG und des Kantons können wir unsere kunsttherapeutische und kreative Tätigkeit mit Einzelpersonen und Kleingruppen weiterführen. Wir freuen uns auf interessierte und neugierige Kinder und Erwachsene, die einfach mal die einladenden Farben und den angenehmen Ton ausprobieren möchten. Gerne erzählen wir dann auch dazu, was es mit der Maltherapie, dem intuitiven Malen und dem therapeutischen Gestalten mit Ton auf sich hat. Und warum diese kunsttherapeutischen Methoden so wohltuend für uns und unsere Emotionen sind.
Möchten Sie unsere Angebote kennenlernen? Bitte melden Sie sich bei Karin Rüegsegger tel: 079 545 49 90 oder keramikwerkstatt@bluewin.ch an.

Weitere Angaben finden sie auf unseren Webseiten: www.mal-atelier.ch,
www.mal-wege.ch, www.keramik-kunst-therapie.ch

"Du bist in einem Dschungel und du musst da alleine hindurch laufen. Kein Führer, kein Buch kann dir helfen. Dafür brauchst deine eigene Lebenskraft und Stärke."
(J. Krishnamurti, frei zitiert)

"Geh hinaus in den Wald, geh hinaus. Wenn du nicht hinaus in den Wald gehst, wird nie etwas passieren, und dein Leben wird nie beginnen." (C.P. Estés)

Alles wackelt, nichts ist sicher, was ist das? Was passiert? Was will ich? Wo bin ich?
«Verwirrung ist ein gutes Zeichen», sagte uns ganz am Anfang der Ausbildung eine Dozentin. Der Prozess kommt in Bewegung, wir mitten drin. Natürlich haben wir keine Übersicht, wir sind im Strom, haben das bekannte Ufer erst losgelassen und haben keine Orientierung. Verwirrung und Chaos im Bild sind natürliche Zustände, die sich weiterentwickeln werden, wenn wir nicht aufgeben. Manchmal ist es weiser in Ruhe zu warten, bis sich das Wasser beruhigt hat und wir eine bessere Sicht haben. Manchmal müssen wir weiter malen, weiter machen, dem Prozess Vertrauen, ohne zu wissen, was wirklich passiert und ob wir uns in eine gute Richtung bewegen. Gerne hätten wir jemanden, der uns an die Hand nimmt und den Weg zeigen würde. Doch diese Aufgabe gehört nur uns, denn jeder Weg ist einzigartig und jeder Zauberwald sieht anders aus. Unsere Begleitung kann uns nur Mut und Vertrauen schenken: «Gib nicht auf, es kommt gut. Vorher oder später, wirst du verstehen, was los war. Etwas Neues ist am entstehen, Altes muss gehen!»

Manchmal ist es einfacher etwas loszulassen, wenn wir es vorher auf einem Bild festgehalten haben. Einem schlechten oder unklaren Gefühl eine Form geben, ihm einen Namen geben und es bewusst wahrnehmen... danach ist unsere Seele bereit für einen Wandlungsprozess. Den Tatsachen in die Augen zu schauen, hat etwas Befreiendes und Transformierendes an sich.
Auch ein schönes Gefühl, ein geschenkter Augenblick, kann plötzlich beim Malen auftauchen und mit Farben festgehalten werden. Wir haben dann mit Kraftbildern zu tun, die uns inspirieren und nähren können. In schwierigeren Zeiten erinnern sie uns an unsere innere Kraft und wecken in uns das Vertrauen, dass wir es auch dieses Mal schaffen werden.
Manchmal hingegen, möchten wir ein schönes Gefühl oder einen glücklichen Moment auf einem Bild festhalten und wir merken, dass es nicht geht. Das Gefühl oder der Moment sind schon vorbei. Der kreative Prozess fliesst weiter in seinem ewigen Zyklus von Entstehung und Zerstörung. Was bleibt ist die Veränderung, das Fliessen, die Verwandlung.
Sind wir gegenwärtig, mutig und demütig genug, um im Fluss zu bleiben?
Ebbe und Flut, Leere und Fülle, Ordnung und Chaos, Leben und Tod, kreieren und vernichten… all diese sind natürliche Prozesse, die auch beim Malen und Gestalten erlebt werden.